Tag 98 – Rücklichter und Reserveradträger

Samstag, Schraubertag. Zumindest bis Mittag, schliesslich will ich das gute Wetter auf der Terasse genießen. Aber wie sagt man so schön, ohne Fleiß kein Preis. Heute sind die Rückleuchten und der Reserveradträger dran.

Rücklichter

Den Kabelbaum habe ich ja bereits vorige Woche eingezogen und einen ersten Test mit dem Blinker gemacht. Nun sind die restlichen Leuchten dran. Die Leuchtmittel funktionieren alle (selbst die von den Tarnleuchten) und die sind auch alle bereits ausgemessen worden. Ich muss also nur aufpassen, die richtigen an die richtigen Anschlüsse zu klemmen. Dabei kommt mir jetzt zu gute, dass wir den neu gebauten Kabelbaum bis ins kleinste Detail dokumentiert haben. Ein paar Farben habe ich geändert, und mit einer kleinen Übersetzungstabelle habe ich leichtes Spiel. Etwas fummelig ist das schon, aber geht dann doch gut von der Hand. Ich bin froh, dass die Rückleuchten komplett neu sind.

Wir sehen das rechte , die Lampen sind von links nach rechts:

  1. Bremsleuchte
  2. Rückleuchte
  3. Tarnrückleuchte (schwarzer Zylinder mit rotem Innenteil)
  4. Blinker

Nachdem ich die einzelnen Adern durch die geniale Dichtung durchgeführt habe, geht es ans Ablängen der Adern und das anschliessen an die Schraubklemmen. Die Tarnrückleuchte wird als einzige von hinten angeschlossen, die restlichen Klemmen sind vorne bzw. direkt an den Lampenfassungen, die auch von vorn erreichbar sind. Vorn ist die sichtbare Seite, also eigentlich hinten, wo die Lampen rausstrahlen – verstanden 😉 Das braune Kabel ist die Masseverbindung, die anderen Kabel gehen zu den jeweiligen Lampenfassungen. Auch hier ist der Lampenträger wieder die gemeinsame Masse. Damit es keinen Kurzschluss gibt, ist der Lampenträger von dicken Gummiträgern vom Lampengehäuse isoliert und kann am Stück rausgezogen werden. Das macht den Lampentausch einfach. Die Tarnrückleuchte brauche ich eigentlich nicht, aber da das Kabel schon da ist, schliesse ich sie auch an. 😀

Mittags bekomme ich Besuch von meiner Frau und meinem Sohn. Carsten, ein Freund des Werkstattbesitzer ist mit seinem alten Trecker da und baut ein Mähwerk an. Und kleine Jungs finden Trecker echt super interessant, grade besonders wenn der Motor läuft. Also darf der Kleine mit seiner Mama auf dem Trecker Platz nehmen, und was macht er wieder? Greift gleich ins Lenkrad 😀

Reserveradträger

Der Rest des Tages wird von der Heckklappenkonstruktion eingenommen. Die gilt es wieder anzupassen und einzubauen. Hört sich einfach an, aber da die Teile verzinkt und lackiert wurden, passen die gebohrten Löcher nicht mehr richtig. Das Gelenk wurde feuerverzinkt, das trägt nicht so dick auf, das Gestell wurde dagegen konventionell verzinkt und das Zink samt Farbe ist doch so gute 1,5mm dick. Ich hätte es ja nicht geglaubt, wenn ich nicht jedes Loch nachfeilen durfte… Die Aufnahme des Heckbolzen ist derart zu, dass ich sie mit einem Stufenbohrer richtig weit aufbohren muss. Da sind Späne gefallen, sage ich euch. Das Loch muss etwas größer als der Durchmesser des Bolzen gemacht werden, da die Heckklappe ja aufschwenkt. Das Loch hat jetzt einen Durchmesser von 22 Millimetern.

Die weitere Montage der Heckklappe hat gut geklappt und ging gut von der Hand. Ein paar Lackschäden habe ich leider produziert, aber das lässt sich leider nicht vermeiden. Zum Glück ist das nur an den Anbauteilen, schlimmer wäre es an der . Durch die Verzinkung habe ich viele Löcher wieder bohren müssen, und die Gewinde für die Kanisteraufnahme habe ich nachgeschnitten. Mit dem Gewindeschneider bin ich mittlerweile per Du.

Eine harte Nummer ist die Dämpferaufnahme an der Heckklappe. Der Gasdruckdämpfer ist an jeder Seite mit einer Aufnahme für eine 6er Schraube versehen. Diese Aufnahme sieht wie eine aufgeschweißte Schraube aus. Nur ist die Schraube an der Heckklappe dank Verzinkung und Lackierung mittlerweile zugesetzt und zu fett und will einfach nicht auf den Dämpfer passen. Stundenlang versuche ich mit einem Gewindeschneider die Zinkschicht und die Lackschicht zu entfernen. Keine Chance, das ist alles zu eng, als dass ich was ausrichten kann. Entnervt gebe ich auf, die Werkstatt schaut sich das am Montag an, vielleicht können die noch was machen, abflexen, ausbohren oder so. Hauptsache die Aktion ist nicht zu zerstörerisch.

Die Bilder von heute findet Ihr in Kai’s Iltis Galerie, von Bild Nr. 1574 bis Bild Nr. 1578. Viel Spaß beim reinschauen.