Tag 53: Kabelbaum und Heizung

Heute haben wir uns dem Herstellen des hinteren Kabelbaums gewidmet. Und dann gab es noch den Probelauf der .

Ich habe mir vor längerem schon ein Labornetzeil mit 24 Volt gekauft, um die abgebauten Teile testen zu können. Heute kam es wieder zum Einsatz bei der Heizung. Meine Frau und ich haben sie ja gestern schon zusammengebaut, heute stand dann der Test an. Das gute ist, der Heizungslüfter funktioniert, unten findet Ihr die Videobeweise. Hier der erste Probelauf mit 12 Volt, also Halbgas:

Natürlich geht’s auch schneller, hier mit 24 Volt befeuert – Vollgas:

Danach ging’s an den . Mittlerweile sind die ganzen gekommen und das Werkzeug ist auch an der Hand. Ich habe schon vor längerem ein Buch über das Reparieren bzw. Anfertigen von Oldtimerkabelbäumen gelesen, so schwer kann das nicht sein. Wir haben ja den originalen Kabelbaum zum Maßnehmen, also wird das so werden wie Malen nach Zahlen. Am besten funktioniert das mit den original Kabelfarben. Beim haben wir so ca. 75% der original Kabelfarben noch bekommen. Die originalen entsprechen der FLY Spezifikation. Die neuen entsprechen der FLRY Spezifikation, die haben eine dünnere Umwandung, sind aber wärmebeständiger. Die dünnere Umwandung ist sicher von Vorteil bei der Neufertigung von Kabelbäumen. Bei beiden Kabeltypen wird der Durchmesser des Kupferkerns angegeben, das bedeutet, ein 4 mm² FLY ist etwas dicker als 4mm² FLRY , den Unterschied macht die andere Isolierung.

Den Anfang macht das große rote (4mm) Kabel vom Relais zur Funksteckdose: Am Original abmessen, ablängen, auf den Tapeziertisch kleben, in der Liste abhaken und auf zum nächsten. Wir arbeiten uns so von Kabelstrang zu Kabelstrang. Dabei fangen wir vorne an, also da wo der Kabelbaum unterm Armaturenbrett mit den zwei 7-poligen Verbindern getrennt wird. Von dort gehen mit dem roten Funksteckdosenkabel drei Kabelstränge nach hinten. Der Kabelbaum ist insgesamt ca. 5,6 Meter lang, der Tapeziertisch ist nur drei Meter lang, also wird der Kabelbaum so nach und nach aufgerollt. Ich wundere mich echt, wieviele Abzweigungen drin sind, wir machen das so, dass wir die Kabel etwas länger als das Original lassen, um dann später genug Luft zum Anpassen zu machen. Die Kabelschuhe und Stecker kommen dann auch erst im Fahrzeug dran, wenn die Kabel auf die endgültige Länge angepasst werden. Und so wächst im Laufe des Nachmittags der neue Kabelbaum und die Dokumentation. So nach und nach entsteht also ein neuer Kabelplan für meinen Iltis 🙂

Schaut Euch die Bilder von unserem heutigen Werk in Kai’s Iltis Galerie an, heute geht’s bei Bild Nr. 1133 los. Viel Spaß beim reinschauen.