Tag 21: Bin wieder dabei

Heute bin ich wieder dabei, mal schauen was uns in der Werkstatt erwartet. Es ist Samstag, Schraubertag. Die tollen Tage sind vorbei, jetzt geht’s weiter.

Iltis-Tagebuch-0724.jpgUnter der Woche ist viel passiert. Die Karosse war beim . Die Stellen mit oberflächlichem Rost wurden sandgestrahlt, darunter auch das innere des Trägers. Der Schweißer hat das Unterbodenblech angepasst und weiter am Batteriekasten geschweißt. Er hat mir noch ein paar übrig gelassen, also bin ich heute mit dran. Zuerst habe ich den Batteriekasten geschweißt und auch gleich die Schweißpunkte abgeschliffen. Ich finde, das kann sich sehen lassen. Was meint Ihr?

Dann ging es am weiter. Ich hatte es vielleicht nicht erwähnt, aber als wir den Überrollbügel abgenommen haben, ist eine der Schrauben abgebrochen. Zur Zeit ist der von unten offen, und ich komme somit gut an den abgebrochenen dran. Es hat doch alles was gutes, dank dem verrosteten kann ich also von innen eine Mutter auf den Schraubenrost aufschweißen und dann mit etwas Gefühl den entfernen. Durch die Hitze vom Schweißen ist das Gewinde etwas leichtgängiger geworden, Rostlöser erledigt den Rest 🙂 Hurrah!!! Das Gewinde ist gerettet und der Überrollbügel kann wieder montiert werden.

Unter der Woche wurde auch noch das Blech für den Ausschnitt unter dem Träger vorbereitet, es passt milimetergenau, ich musste nur noch ein wenig feinarbeiten (denkt an die 95%-5% Regel). Der Träger wurde mit massiven Blechwinkeln repariert. Passt gut und gibt genug Fläche zum schweißen. Das Schweißen von dünnen auf dickeres Blech ist nicht ohne. Zuerst muss das dicke Blech erhitzt werden, bevor die Schweißnaht auf das dünnere Blech ausgeweitet wird. Mir ist es häufig passiert, dass das dünnere Blech einfach wegschmilzt. Wie ich heute gelernt hab, bleibt das nicht aus, und wird dadurch begünstigt, wenn die Bleche verzinkt sind und nicht 100000%ig plan aufliegen. Aber am Ende des Tages sieht das ganze ganz brauchbar aus:

Iltis-Tagebuch-0719.jpg Wir waren richtig fleißig und haben mehr gearbeitet als fotografiert. Am ging es weiter. Um es kurz zu machen: Das gibt es nicht wirklich. Das ließ sich ohne großen Kraftaufwand abschälen 🙁 Wieder ein Faß aufgemacht. Seitdem gilt das geflügelte Wort: Hier wird nicht restauriert, wir bauen den halben neu. Es muss sein, denn das was auf dem Hilfsrahmen sitzt, kann man nicht so lassen, das ist nur ne Frage derzeit, bis das weggammelt. Bei der Gelegenheit machen wir auch gleich die Aufnahme der Anhängersteckdose neu. Die Originalgewinde haben wir unter dem auf einem papierdünnen Blechlein gefunden – weg damit. Iltis-Tagebuch-0714.jpgDie Schweißpunkte des Abschlussblechs waren so schwach, dass man sie teilweise per Hand abziehen konnte. Die restlichen fielen dem (manuellen) Karosseriemeißel zum Opfer. Die Kante am unteren Ende des Abschlussbleches wurde ganz locker mit einer Falzzange umgebogen. War einfacher als gedacht. Zum Glück kam einigermaßen gesundes Blech zum Vorschein. Wir schauen hier in den Hilfsträger hinein…

Iltis-Tagebuch-0715.jpg Man sieht auf den letzten zwei Bildern schön einen konstruktiven Unterschied, den die Bombardiers haben: Der hintere Träger des Hilfsrahmen ist auf der ganzen Fahrzeugbreite durchgängig. Das bedeutet auch, dass er im hinteren freiliegt. Keine Ahnung, wie das bei den VWs gelöst ist, wird aber genauso funktionieren 😉 Achja, bevor sich jemand wundert, vorher habe ich zwei Vierkantstähle angeschweißt, damit sich die Karosserie nicht verzieht. Beide sind auf dem Bild zu sehen. Während ich das Heck weggeschält habe, hat meine Frau den vorderen linken Staukasten begradigt. Der Boden war verbeult, die Kanten waren nicht mehr grade. Jetzt kann sich das wieder sehen lassen:

Iltis-Tagebuch-0722.jpgUnd da wir wieder vorne am werkeln waren, haben wir auch gleich eine andere Baustelle vorbereitet, den Rostschaden im Blech unter dem linken Scheinwerfer. Das gibt wieder eine Millimeterarbeit mit der Flex und co. Iltis-Tagebuch-0720.jpg Zur Vorbereitung haben wir die Schweißpunkte aufgebohrt. Hat gut geklappt, und so sieht das Teil jetzt etwas löchrig aus, siehe Bild rechts. Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende, wir haben viel geschafft. Am Heck und in den Radkästen wartet noch viel auf uns. Seht selbst, das ist der Radkasten vorne links:

Iltis-Tagebuch-0723.jpg

Da wartet noch ne ganze Menge Arbeit… Jetzt ist erstmal Feierabend angesagt, ich muss noch einen PC durchchecken. Die Bilder vom heutigen Schraubertag findet Ihr wie gehabt in Kai’s Iltis Galiere ab Bild 713. Viel Spaß beim reinschauen.

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