Tag 40: Der Einstieg auf der Beifahrerseite

Es ist Samstag morgen, ich bin noch nicht wirklich wach. Also ab in die Werkstatt. Unter der Woche ist am Iltis nicht viel passiert, Andreas hat sich bereits ein Blech zurecht geschnitten um den hinteren Teil des hinten rechts neu anfertigen zu können. Ich kümmere mich heute um den Einstieg auf der Beifahrerseite.

Während Andreas die Sicke in das zugeschnittene Karroserieblech hämmert, mache ich mich dran, das rechte Einstiegsblech zu entfernen. Letzte Woche habe ich bereits erste aufgebohrt, damit geht’s heute morgen weiter. Hier sieht man den Blick vom hinteren rechten Radlauf in den Seitenschweller.

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Also bohre ich die Schweißpunkte an der Kante zum Unterbodenblech auf, dann trenne ich mit der Flex das auf Höhe der Pfeile auf. Das geht schneller, als auch die Schweißpunkte noch aufzubohren. Da auch der innere ersetzt wird, spare ich mir damit noch ein gutes Stück Arbeit. Heute vormittag ist noch Jörg, ein Freund aus Karlsruhe vorbei gekommen, er wollte mal schauen, wie wir am Iltis weiter kommen. Kurz nachdem er wieder gefahren ist, hab ich dann endlich den Schweller frei gelegt:

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Das Gebrösels was man sieht ist hauptsächlich Strahlgut, vermengt mit Dreck, Sand, und Resten von Hohlraumkonservierung. Irgendwo zwischendrin versteckt sich auch ein Maiskorn. Tja, und so habe ich weitergemacht, gebohrt, geflext, und mit dem Karosseriemeißel rohe Gewalt walten lassen. Auf der Innenseite habe ich mit der Trennscheibe das Einstiegsblech entlang des unteren Schwellerblechs und den Versteifungen ausgeschnitten. Nach der Mittagspause war dann der erste große Schritt geschafft, das Einstiegsblech hat sich am hinteren Radkasten anheben lassen.

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Die Schweißpunkte sind von aussen kaum zu sehen. Die, die ich von aussen gesehen habe, habe ich angekörnt, und durchgebohrt. Von der Innenseite her sieht man mehr Schweißpunkte, vorausgesetzt, man entfernt die Karosseriedichtmasse. Also habe ich abwechselnd von innen, mal von außen gebohrt bis ich das Blech komplett abschälen konnte. Ein paar Schweißpunkte habe ich dennoch übersehen, aber die sind dem Meißel zum Opfer gefallen. Ich war ziemlich erschreckt darüber, wie weit der Rost schon zwischen die Blechlagen gekommen ist. Das gibt Arbeit, das wieder in Stand zu setzen. Die Spuren von früheren Instandsetzungen sind nicht zu übersehen. Da ist zum Beispiel ein Teil des Innenschwellers mit einem Blech überbraten worden.

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Das alte Reparaturblech kommt raus, der Schweller wird durch ein Neuteil ersetzt. Und auch auf dieser Seite sind Teile der inneren Trägerstruktur angegriffen. Auch diese Teile werden ersetzt, bevor der Träger wieder draufkommt. Zum Abschluss noch ein Bild des Schrauberbits, kein Wunder hat der Iltis so geklappert 😉

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Wie gehabt findet Ihr die Bilder in Kai’s Iltis Galerie. Die Bilder von heute fangen bei Bild Nr. 971 an. Viel Spaß beim reinschauen.